Fastnacht in Franken trotzt Corona

Fastnacht in Franken trotzt Corona

“Fastnacht in Franken” trotzt Corona: Großartige Publikumsresonanz auf kreatives Konzept

2,810 Millionen Zuschauer bundesweit, davon 1,890 Millionen in Bayern

Eine kreative, überraschende Ausgabe der Traditionssendung bot das Studio Franken zusammen mit dem Fastnacht-Verband Franken in diesem Jahr als Antwort auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie: Witzige Spielszenen zum Auftakt mündeten in eine Prunksitzung, die wie gewohnt mit hochkarätigen Büttenreden, Tanz und Musik aufwartete. Dies wurde vom Publikum belohnt: 2,81 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer bundesweit, davon 1,89 Millionen in Bayern, sahen am Freitagabend die “Fastnacht in Franken” im BR Fernsehen. Der Marktanteil lag bei hervorragenden 37,9 Prozent. Der langjährige Präsident und zuletzt künstlerische Leiter und Ehrenpräsident des Fastnacht-Verband Franken, Bernhard Schlereth, verabschiedete sich von der TV-Fastnachtsbühne – der BR würdigt ihn für sein herausragendes Engagement mit der nur sehr selten verliehenen BR-Verdienstmedaille. “Fastnacht in Franken” erreichte auch in diesem Jahr mit einem hochkarätigen Programm Bestwerte: Durchschnittlich 2,810 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, davon 1,890 Millionen in Bayern, verfolgten die Sendung aus den Mainfrankensälen im unterfränkischen Veitshöchheim. Der Marktanteil in Bayern lag bei starken 37,9 Prozent. Damit rangiert „Fastnacht in Franken“ nicht nur auf Platz 1 der gestern ausgestrahlten Sendungen, sondern hat auch beste Aussichten, wieder eine der erfolgreichsten Sendungen des Jahres zu werden. Der Tagesmarktanteil des BR Fernsehens lag am Freitag bei herausragenden 21,1 Prozent in Bayern, womit der Sender mit großem Abstand den Tagessieg vor allen anderen Programmen holte. 

Hochkarätiges Programm bei “Fastnacht in Franken

In Zeiten, in denen alles anders ist, bot auch die Traditionssendung “Fastnacht in Franken” eine außergewöhnliche Ausgabe und blieb ihrem Kern zugleich treu: In einem etwa 45-minütigen Vorspiel nahmen die bekannten Fastnachtstars die Fernsehproduktion ihrer Sitzung selbst in die Hand. Michl Müller, der Dreggsagg aus der Rhön, agierte als Regisseur, das Komödianten-Duo Volker Heißmann und Martin Rassau übernahm die Tontechnik, Büttenredner Peter Kuhn das Licht. Norbert Neugirg, Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell’n, organisierte die Produktion als Aufnahmeleiter, Franken-Parodist Oti Schmelzer spielte den Kameramann und die närrische Putzfrau Ines Procter erstellte das “Hygienekonzept”. Dieses ideenreiche und bunte Narrenspiel ging schließlich in die Fastnachtsitzung mit wie gewohnt traditionellen Büttenreden und kabarettistischen Beiträgen über – tagesaktuell kommentiert von Volker Heißmann und Martin Rassau als “Die Kaltengrubers” aus ihrem Fürther Wohnzimmer.

Dr. Katja Wildermuth, Intendantin des Bayerischen Rundfunks:

“Die ‘Fastnacht in Franken’ ist ein Fernsehereignis weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Auch wenn vieles in diesem Jahr coronabedingt anders war – was die Fastnacht-Redaktion des BR-Studios Franken, der Fastnacht-Verband und die großartigen Künstler und Künstlerinnen hier auf die Beine gestellt haben, war sensationell und weit mehr als nur ein ‘Ersatzprogramm’. Voller Kreativität, Leidenschaft und mit einer gehörigen Portion Trotz haben sie der Pandemie ein Schnippchen geschlagen – und dem Publikum für drei Stunden eine vergnügliche Verschnaufpause in diesen schwierigen Zeiten beschert. Hut ab! Wir sehen uns 2022 in Veitshöchheim – ich freue mich jetzt schon!”

Abschied von der TV-Fastnachtsbühne – BR-Verdienstmedaille für Bernhard Schlereth

Nach über 30 Jahren verabschiedete sich der langjährige Präsident und zuletzt künstlerische Leiter und Ehrenpräsident des Fastnacht-Verband Franken, Bernhard Schlereth, von der TV-Fastnachtsbühne. Er trug maßgeblich zur Gestaltung aller fränkischen Fastnachtssendungen im BR Fernsehen bei und legte besonderen Wert auf die Förderung der Nachwuchskünstler. Tassilo Forchheimer, Leiter des BR-Studios Franken, dankte Bernhard Schlereth zum Abschluss der Dreharbeiten der diesjährigen “Fastnacht in Franken” auf der Bühne der Mainfrankensäle: “Viele Menschen wissen nicht, wieviel ‘Bernhard Schlereth’ in der ‘Fastnacht in Franken’ steckt, aber es ist unermesslich viel. Bernhard Schlereth hat ein untrügliches Gespür für Fernsehen, und das erklärt auch den Erfolg dieser Sendung. Wir wissen, was wir an ihm hatten, und für all das ein herzliches Dankeschön!” In Würdigung der großen Verdienste um den Bayerischen Rundfunk wird Schlereth mit der nur selten verliehenen BR-Verdienstmedaille ausgezeichnet. Die Übergabe der Medaille wird BR-Intendantin Dr. Katja Wildermuth persönlich vornehmen, sobald es die Pandemie erlaubt.

Während Schlereth sonst als Mitglied des Elferrats das Narrentreiben genau beobachtete, ging er in “seiner” letzten Sendung selbst auf die Bühne: als Donald Trump, der die (Sitzungs-)Präsidentschaft an sich reißen will.

Dr. Reinhard Scolik, Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks:

“Die fränkischen Närrinnen und Narren trotzen allem, sogar Corona! Die ‘Fastnacht in Franken’ hat 2021 in hervorragender Weise gezeigt, was in der TV-Fastnacht auch ohne Publikum möglich ist, und damit bundesweit Maßstäbe gesetzt. Als Wermutstropfen bleibt, dass sich Bernhard Schlereth aus der Funktion des Künstlerischen Leiters des Fastnacht-Verbandes verabschiedet. Damit geht eine Ära zu Ende, welche zu größten Erfolgen geführt hat. Der BR dankt ihm für sein außergewöhnliches Engagement und seine Kreativität und freut sich nun auf die Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger Marco Anderlik.”

Marco Anderlik, Präsident des Fastnacht-Verband Franken:

“Ich bin außerordentlich dankbar und sehr zufrieden, dass unsere Hauptsendung ‘Fastnacht in Franken’ trotz schwierigster Bedingungen produziert werden konnte. Gerade in diesen besonderen Zeiten sind humorvolle und fröhliche Stunden zu Hause im Kreise der Familie besonders wichtig. Ein großes Kompliment unseren tollen Künstlern, die die Herausforderung, nur vor wenig Publikum zu spielen, hervorragend gemeistert und großartige Beiträge gezeigt haben. Dank gilt im Besonderen dem Produktionsteam des Bayerischen Rundfunks, das mit größter Professionalität die Produktion gewährleistet hat. Ein weiterer Garant des Erfolgs ist die über Monate andauernde intensive Zusammenarbeit und Planungsleistung der Fastnacht-Redaktion mit dem künstlerischen Leiter des Fastnacht-Verband Franken Bernhard Schlereth.”

Produktion erstmals als Aufzeichnung

Die Sendung, die in bewährter Kooperation des BR-Studios Franken mit dem Fastnacht-Verband Franken entsteht, wurde erstmals in der über 30-jährigen Geschichte der Sendung als Aufzeichnung aus den Mainfrankensälen in Veitshöchheim gesendet. Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept während des gesamten Proben- und Produktionszeitraums sowie regelmäßige Testungen durch das Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg ermöglichten überhaupt erst die Produktion dieser aufwendigen Sendung während des Corona-Lockdowns im Januar und Februar 2021. Tagesaktualität wurde durch eine zusätzliche Aufzeichnung am Sendetag hergestellt: der Auftritt von Volker Heißmann und Martin Rassau als “Die Kaltengrubers”. Zuvor wurde die “Fastnacht in Franken” seit 1987 stets als Live-Sendung ausgestrahlt und ist im BR Fernsehen seit den 1990er-Jahren die erfolgreichste Sendung überhaupt. Im ersten Jahr kam “Fastnacht in Franken” noch aus dem oberfränkischen Lichtenfels, seit 1988 dann durchgehend aus Veitshöchheim. 

Online-AngeboteEin umfangreiches Online-Angebot begleitete die lineare Ausstrahlung von “Fastnacht in Franken”. Insgesamt wurden die Online-Angebote des BR, darunter auch der Livestream in der BR Mediathek, über 300.000 Mal aufgerufen (316.438 Page Impressions).

Wiederholungen von “Fastnacht in Franken” im BR Fernsehen:Samstag, 6. Februar 2021, 20.15 Uhr
Faschingsdienstag, 16. Februar 2021, 12.50 Uhr

“Fastnacht in Franken” online nachschauenDie Höhepunkte der Sendung gibt’s als Videos und Fotos unter www.br.de/fastnacht. Die komplette Sendung ist in der BR Mediathek für ein Jahr verfügbar.

Quelle: BR
Foto: © CMS-MEDIEN / Archivbild

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